Tipps + Tricks zum Studium

Die Beck eBibliothek

Gerade zu den Stoßzeiten ist es teilweise schwierig, in der Bibliothek noch ein Buch zum Lernen zu ergattern.

Eine Teilweise Entlastung bietet die Beck eBibliothek, in der man inzwischen viele Kommentare, Lehrbücher, sowie z.B. alle Artikel der NJW findet.

Sobald man mit dem Uni W-Lan, also Flughafen oder Freiflug, verbunden ist, kann man sich auf beck-online.de einloggen und hat dann Zugriff auf das Angebot.

Lehrbücher, Fallbücher, Skripte….

Jura ist ein Massenstudium. Das belegen nicht nur mehrere Tausend Studenten der Rechtswissenschaft allein in Frankfurt am Main, sondern auch ein breites Angebot an Lehrmaterial, das wohl von kaum einem anderen Fach übertroffen wird.

Dabei stehen dem beflissenen Studenten neben einer zu fast jedem Fachgebiet vorhandenen Auswahl an Lehrbüchern, sondern darüber hinaus auch Skripte, Fallbücher, Karteikarten, Hörbücher, Studienkommentare und Ausbildungszeitschriften zur Verfügung.

Als Erstsemester ist man da häufig überfordert und fragt sich, welches Lehrmaterial wofür gut ist, was empfehlenswert ist und was man sich überhaupt selbst kaufen muss. Dozenten, die gerne eigene Publikationen vermarkten, sind da nicht immer hilfreich. Hier ein Überblick über die gängigsten Lehrmaterialien:

Lehrbücher

In der Regel bieten Lehrbücher einen für Klausuren ausreichenden Überblick über die Theorie eines Stoffgebietes. Hier werden im Gegensatz zu manchmal einseitigen Skripten, auch verschiedene Meinungsstreitigkeiten dargestellt, wenn auch meist nur oberflächlich. Bei der Auswahl des Lehrbuches gibt es keine „unfehlbare“ Empfehlung. Der wichtige Stoff dürfte in den bekannten Lehrbüchern jeweils enthalten sein, Unterschiede sind vor allem in der Art und Weise der Aufmachung vorhanden:

Manche Lehrbücher arbeiten mit zahlreichen kurzen Beispielsfällen oder stellen Prüfungsschemata zu jedem Thema dar, andere sind weniger klausurorientiert, bieten dafür aber einen breiteren Überblick zu den einzelnen Themen.

Die wichtigsten Lehrbücher sind in der Lehrbuchsammlung der Bibliothek Rechts- und Wirtschaftswissenschaften verfügbar und können im Gegensatz zu anderen Büchern für ganze vier Wochen ausgeliehen werden.

Daher empfiehlt es sich für Anfänger, sich erst einmal ein oder zwei ansprechende Lehrbücher auszuleihen und für sich selbst das Bevorzugte auszuwählen, bevor man größere Investitionen tätigt.

Mit ungefähr 20-25 Euro sind Lehrbücher zwar weitaus günstiger als Kommentare, dafür aber teurer als Skripte und Fallbücher.

Skripte

Skripte werden häufig von Dozenten zur Vorlesung begleitend veröffentlicht und entweder in der Vorlesung ausgegeben oder in einem uninahen Copyshop oder einer wissenschaftlichen Buchhandlung für die Studenten zum Kauf hinterlegt.

Bietet ein Dozent ein eigenes Skript an, kann man damit perfekt Vorlesungen vor- und nachbereiten. Sehr praktisch ist dies auch, wenn man eine Vorlesung verpasst hat. Was die Qualität solcher Skripten angeht, variiert sie natürlich genauso wie die pädagogische Qualität der unterschiedlichen Dozenten.

Manchmal vermittelt ein Skript abschließend alles zum Bestehen der Klausur benötigte Wissen, in anderen Fällen stellen diese Skripten  kaum mehr als leere Blätter mit einzelnen Stichworten dar. Ob man zusätzlich ein Lehrbuch für den theoretischen Teil der zu erlernenden Stoffmenge benötigt, hängt daher ganz von dem Skript ab.

Darüberhinaus gibt es auch Skripte der großen Verlage und Repetitorien. Diese sind meistens sehr klausurorientiert und beschränken die Theorie auf ein Minimum. Hier wird alles Unnötige weggelassen und nur erwähnt, was der Student in der Klausur wissen sollte.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Man verschwendet gerade am Anfang keine Zeit auf unnötiges Wissen, das man häufig nicht in der Klausur unterbringen kann.

Möchte man tiefergreifendes Wissen erlangen, eignen sich diese Skripte allerdings kaum.

Fallbücher

Unverzichtbar für erfolgreiche Klausuren sind Fallbearbeitungen. Während der Schulzeit musste der Schüler in beinahe jedem Fall Fließtexte formulieren, während in Jura Klausuren mit Ausnahme der Grundlagenfächer Rechtsgeschichte und Rechtstheorie Gutachten erstellt werden müssen. Dies geschieht im so genannten Gutachtenstil, den der frisch gebackene Student erst erlernen muss.

Fallbücher stellen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden Fälle, die der Student dann selbst zur Übung lösen kann. Diese Bücher unterscheiden sich neben dem Umfang und Schwierigkeitsgrad der Klausuren auch in der Fallbearbeitung. Hier sind viele Fallbücher für Anfänger zu knapp, da sie Unproblematisches statt im Gutachten- im Urteilsstil abhandeln, was jedoch bei Anfängern stets bemängelt werden wird.

Diese sollten daher bei der Auswahl eines Fallbuches auf eine sauber im Gutachtenstil ausformulierte Lösungsskizze achten.

Fallbücher kosten zwischen 8 und 19 Euro.

Karteikarten

Karteikarten gibt es von den großen kommerziellen Repetitorien oder auch in manchen Ausbildungszeitschriften.

Für Anfänger sind sie jedoch selten geeignet, da sie Wissen zu knapp und auf einem höheren Niveau abfragen.

Empfehlenswert ist daher eher das eigene Anfertigen von Karteikarten.

Studenten der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität können sich im E-Center des Fachbereichs eine kostenlose Lizenz für das Karteikartenprogramm „Repetico“ besorgen, mit dem man online Karteikarten erstellen, archivieren und sich abfragen lassen kann.

Karteikarten sind zwischen 8 und 20 Euro pro Satz erhältlich.

Hörbücher

Basiswissen, Definitionen oder auch ganze Fälle kann man sich bequem als CD kaufen oder per mp3 Download im Internet erwerben.

Zur Wiederholung zum Beispiel auf Zugfahrten auf jeden Fall kein Fehler, sich etwas nur anzuhören reicht jedoch den meisten Studenten nicht aus.

Studienkommentare

Studienkommentare liegen preislich zwar weit unter Praxiskommentaren, jedoch über allen anderen Lehrmaterialien.

Hier werden fast immer nach Paragraphen geordnet die wichtigsten Informationen zu jedem Paragraphen dargestellt, inklusive Theorien und Meinungsstreitigkeiten. Für die Klausur sind diese Studienkommentare jedoch zu umfangreich, mehr als ein paar wichtige Paragraphen braucht der Anfänger sich für diese nicht einzuverleiben.

Bei Hausarbeiten bieten Studienkommentare einen ersten Überblick über vorhandene Streits, können den Gang in die Bibliothek und den Griff zu umfassenderen Kommentaren aber nicht ersetzen. Zudem gelten leider nicht alle Studienkommentare als zitierfähig.

Im fortgeschrittenen Studium sind sie sicher dennoch praktisch, wenn man nicht genug Geld für einen Praxiskommentar hat, aber öfter zu Hause etwas nachschlagen will, Anfänger können hier sparen.

Ausbildungszeitschriften

Hier werden aktuelle und examensrelevante Rechtsprechungen vorgestellt, Fälle bearbeitet und Aufsätze zu grundlegenden Themen wie auch zu bislang offenen Streitfragen veröffentlicht.

Für Studenten gibt es nicht nur fast immer kostenlose Probeabonnements, sondern auch vergünstigte Konditionen beim Abschluss eines Abos.

Interessierte Studenten finden hier Aufsätze zu wichtigen aktuellen Rechtsfragen, aber obwohl die besprochenen Fälle in verschiedenen Schwierigkeitsgraden sind, sind wohl die meisten Erstsemester mit der Lektüre einer Ausbildungszeitschrift überfordert.

Ein Abonnement wird jedenfalls von keinem Erstsemester benötigt werden.

Eine Ausnahme bilden Sonderhefte für Erstsemester, die von mehreren Zeitschriften in den vergangenen Semestern herausgegeben wurden und über das Internet nachbestellbar sind.

Bei Fragen zu Lehrmaterial helfen den Anfängern ihre Tutoren, ältere Kommilitonen oder das Bibliotheks- bzw. Buchladenpersonal.

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